Für Betreuungskräfte, die fern von zu Hause arbeiten, ist das Handy unverzichtbar: für Gespräche mit der Familie, zum Übersetzen eines Beipackzettels oder zum Nachsehen von Fahrplänen. Die Familie des Seniors kann häufige Handynutzung jedoch als mangelndes Engagement verstehen.
Bewährte Praxis
- längere private Gespräche in die Freizeit oder den Mittagsschlaf des Seniors legen,
- bei Mahlzeiten, Körperpflege und Spaziergängen das Handy weglegen,
- ohne Erlaubnis keine Fotos vom Senior oder seiner Wohnung machen,
- keine Informationen über den Senior in sozialen Medien veröffentlichen,
- das Handy geladen halten – im Notfall muss es funktionieren.
Das Handy als Arbeitsmittel
Übersetzungs-Apps, Medikamenten-Erinnerungen, Kontakt mit Familie oder Arzt sind normale und notwendige Anwendungen. Das sollte man der Familie zu Beginn des Einsatzes erklären, damit klar ist, wofür das Handy genutzt wird.
Regeln gemeinsam festlegen
Am besten spricht man zu Beginn der Zusammenarbeit über Handy- und Internetnutzung: wann die Betreuungskraft Freizeit hat, ob es WLAN gibt, in welchen Situationen die Familie erwartet, dass Anrufe angenommen werden. Klare Absprachen schützen beide Seiten vor Frust.



