Nachrichten über die Gesundheit eines Elternteils erreichen die Geschwister auf unterschiedlichen Wegen: per Telefon, SMS oder bei einem Besuch. Einer weiß von einem neuen Medikament, ein anderer nicht. Eine gemeinsame Messenger-Gruppe ordnet dieses Chaos, kann aber leicht zu einer weiteren Stressquelle werden.
Regeln, die sich bewähren
- die Gruppe dient der Organisation der Betreuung – für lockere Gespräche kann man eine eigene gründen,
- wichtige Informationen (Termine, Medikamentenänderungen, Befunde) kurz und konkret schreiben,
- eine Person fasst das Arztgespräch zusammen,
- Dringendes wird telefonisch geklärt, nicht per Nachricht,
- sich nicht öffentlich gegenseitig bewerten – schwierige Themen getrennt besprechen.
Die Betreuungskraft einbeziehen?
Unterstützt eine im Haus lebende Betreuungskraft die Familie, kann sie kurz über das tägliche Befinden berichten. Besser ist es jedoch, für sie einen eigenen, sachlichen Kontaktweg einzurichten, statt sie in Familiendiskussionen hineinzuziehen.
Die Privatsphäre der Eltern
Dass die Familie Informationen teilt, heißt nicht, dass alles verschickt werden darf. Fotos des Elternteils in schwierigen Situationen, intime Details oder Befunde sollten nur dorthin gelangen, wo es nötig ist – und am besten mit seinem Einverständnis.



