Nach der Diagnose fühlt sich die Familie oft ängstlich und hilflos. Man sollte bedenken, dass die Krankheit meist schrittweise fortschreitet und der Elternteil im frühen Stadium noch über vieles selbst entscheiden kann. Das ist eine gute Zeit, um ruhig und gemeinsam mit ihm zu handeln.
Erste Schritte
- vom Arzt erfahren, um welche Form der Demenz es sich handelt, welche Empfehlungen gelten und wann der nächste Termin ist,
- die Grundlagen der Krankheit kennenlernen – seriöse Ratgeber und Angehörigenverbände helfen zu verstehen, was zu erwarten ist,
- mit dem Elternteil über seine Wünsche und wichtige Angelegenheiten sprechen, solange er sie äußern kann,
- Unterlagen und Vollmachten ordnen,
- für Sicherheit in der Wohnung und einen festen Tagesablauf sorgen.
Gemeinsame Organisation
Es ist gut, in der Familie gleich festzulegen, wer wofür zuständig ist: Kontakt zu Ärzten, Finanzen, tägliche Besuche. Ein gemeinsamer Kalender und ein Beobachtungsheft helfen, Veränderungen zu verfolgen und Informationen zu teilen.
Mehr als die Krankheit
Ein Elternteil mit dieser Diagnose ist immer noch derselbe Mensch – mit Humor, Gewohnheiten und Leidenschaften. Gemeinsame Spaziergänge, Gespräche und kleine Freuden sind genauso wichtig wie die Organisation. Auch die Familie braucht Unterstützung – Angehörigengruppen für Menschen mit Demenz können eine große Hilfe sein.



