Das eigene Zuhause bedeutet Erinnerungen, Nachbarn, vertraute Straßen und Unabhängigkeit. Wenn ein Elternteil sagt „Ich will nach Hause“, geht es oft nicht nur um den Ort, sondern darum, die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Dieser Wunsch verdient es, ernst genommen zu werden.
Fragen, die man stellen sollte
- Kommt der Elternteil mit den Alltagstätigkeiten zurecht – allein oder mit Hilfe?
- Ist die Wohnung sicher: Treppen, Bad, Heizung?
- Wer hilft im Alltag und im Notfall?
- Ist häusliche Betreuung möglich – stundenweise oder als Live-in-Betreuung?
- Was sagt der Arzt zum Gesundheitszustand und zur Prognose?
Zwischenlösungen
Man muss nicht immer zwischen „alles oder nichts“ wählen. Man kann mit einem Probeaufenthalt von einigen Tagen beginnen, die Wohnung anpassen, Besuche einer Betreuungskraft, einen Hausnotruf oder Nachbarschaftshilfe organisieren. So lässt sich prüfen, was funktioniert und was geändert werden muss.
Die Entscheidung liegt beim Elternteil
Ist der Elternteil voll entscheidungsfähig, hat er das Recht, in seiner Wohnung zu leben, auch wenn damit ein gewisses Risiko verbunden ist. Aufgabe der Familie ist es, Sorgen ehrlich darzulegen, Absicherungen vorzuschlagen und die Entscheidung zu respektieren. Bestehen Zweifel an der Entscheidungsfähigkeit, sollte man mit dem Arzt sprechen.



