Auch eine Betreuungskraft ist ein Mensch – Müdigkeit, Stress oder schwieriges Verhalten des Seniors können dazu führen, dass man etwas zu scharf sagt oder die Geduld verliert. Das bedeutet nicht, dass man eine schlechte Betreuungskraft ist. Wichtig ist, was man danach tut.
Wie man sich entschuldigt
- warten, bis sich die Gefühle gelegt haben – die eigenen und die des Seniors,
- sich einfach und ehrlich entschuldigen: „Es tut mir leid, dass ich laut geworden bin“,
- kein „aber“ anhängen, das die Schuld auf den anderen schiebt,
- zuhören, wie es dem Senior geht,
- etwas Schönes zur Versöhnung vorschlagen – Tee, einen Spaziergang, ein gemeinsames Spiel.
Nach der Ursache suchen
Es lohnt sich zu überlegen, was zum Streit geführt hat: Müdigkeit, Schlafmangel, unklare Erwartungen oder vielleicht Schmerzen oder Angst des Seniors, die sich als Wut gezeigt haben. Die Ursache zu verstehen hilft, ähnlichen Situationen vorzubeugen.
Wenn Konflikte sich wiederholen
Häufige Spannungen sind ein Zeichen, dass sich etwas ändern muss – beim Tagesablauf, beim Aufgabenumfang oder bei der Erholung der Betreuungskraft. Darüber sollte man mit der Familie oder der Koordinatorin sprechen. Bei Demenz erinnert sich der Senior vielleicht nicht an den Streit, wohl aber an die Gefühle – deshalb ist ein ruhiger Ton nach einem schwierigen Moment so wichtig.



