Am besten überbringt die Familie schwierige Nachrichten. Manchmal sind die Angehörigen aber weit weg oder bitten die Betreuungskraft darum. Dann sollte man sich vorbereiten – die Art der Übermittlung beeinflusst stark, wie der Senior die Nachricht aufnimmt.
Vorbereitung
- mit der Familie klären, was genau und in welchem Umfang gesagt werden darf,
- einen ruhigen Moment und Ort wählen, ohne Eile und ohne Zuhörer,
- sich nah dazusetzen, auf Augenhöhe,
- Wasser, Taschentücher und eventuell das Telefon für einen Anruf bei der Familie bereithalten.
Das Gespräch
Einfach und ehrlich sprechen, ohne lange Einleitung, aber auch ohne Härte: „Ich habe eine traurige Nachricht. Ihre Tochter hat angerufen …“. Zeit für die Reaktion lassen. Weinen, Wut oder Schweigen sind natürlich – man muss sie weder unterbrechen noch krampfhaft trösten. Manchmal ist einfach die Anwesenheit das Wichtigste.
Nach dem Gespräch
Den Senior in den folgenden Tagen beobachten: Appetit, Schlaf, Stimmung. Kontakt zu Familie und Freunden ermöglichen. Bei Demenz kann die Nachricht immer wieder vergessen werden – mit der Familie absprechen, ob und wie man sie wiederholt. Denken Sie auch an sich: Eine schlechte Nachricht zu überbringen belastet auch die Betreuungskraft.



