Für Betreuungskräfte

Wie man dem Senior eine schwierige Nachricht überbringt

Der Tod eines Freundes, eine Krankheit in der Familie, ein abgesagter Besuch – manchmal muss die Betreuungskraft dem Senior eine traurige Nachricht überbringen. Wie gelingt das behutsam?

30.11.2025Autor: Administrator Serwisu2 odsłon
Betreuerin sitzt neben der Seniorin und hält ihre Hand

Am besten überbringt die Familie schwierige Nachrichten. Manchmal sind die Angehörigen aber weit weg oder bitten die Betreuungskraft darum. Dann sollte man sich vorbereiten – die Art der Übermittlung beeinflusst stark, wie der Senior die Nachricht aufnimmt.

Vorbereitung

  • mit der Familie klären, was genau und in welchem Umfang gesagt werden darf,
  • einen ruhigen Moment und Ort wählen, ohne Eile und ohne Zuhörer,
  • sich nah dazusetzen, auf Augenhöhe,
  • Wasser, Taschentücher und eventuell das Telefon für einen Anruf bei der Familie bereithalten.

Das Gespräch

Einfach und ehrlich sprechen, ohne lange Einleitung, aber auch ohne Härte: „Ich habe eine traurige Nachricht. Ihre Tochter hat angerufen …“. Zeit für die Reaktion lassen. Weinen, Wut oder Schweigen sind natürlich – man muss sie weder unterbrechen noch krampfhaft trösten. Manchmal ist einfach die Anwesenheit das Wichtigste.

Nach dem Gespräch

Den Senior in den folgenden Tagen beobachten: Appetit, Schlaf, Stimmung. Kontakt zu Familie und Freunden ermöglichen. Bei Demenz kann die Nachricht immer wieder vergessen werden – mit der Familie absprechen, ob und wie man sie wiederholt. Denken Sie auch an sich: Eine schlechte Nachricht zu überbringen belastet auch die Betreuungskraft.