Die Betreuungskraft verbringt viele Stunden mit dem Senior und wird oft zur Vertrauensperson. Manchmal bittet der Senior, der Familie etwas nicht zu erzählen – einen Sturz, Ausgaben, Schmerzen oder eine neue Bekanntschaft.
Privatsphäre und Sicherheit
Der Senior hat ein Recht auf Privatsphäre und eigene Angelegenheiten. Die Betreuungskraft muss der Familie nicht jedes Gespräch berichten. Anders ist es, wenn das Geheimnis Gesundheit oder Sicherheit betrifft – dann kann Schweigen schaden.
Situationen, die man nicht verschweigen sollte
- Stürze und Verletzungen,
- neue oder zunehmende Krankheitssymptome,
- ausgelassene Medikamente oder ihr Missbrauch,
- verdächtige Anrufe, Geldforderungen, Anzeichen von Betrug,
- Gedanken oder Worte darüber, sich das Leben zu nehmen.
In solchen Situationen sollte man dem Senior ehrlich sagen, dass man die Information zu seiner Sicherheit an die Familie oder die Ärztin bzw. den Arzt weitergeben muss – und das respektvoll tun. Bei kleinen und persönlichen Dingen schafft Diskretion Vertrauen.



