Die Betreuung eines Elternteils kommt meist zu Beruf, eigener Familie und Haushalt hinzu. Viele schieben ihre eigenen Bedürfnisse „auf später“, bis der Körper sich die Erholung selbst holt – mit Schlaflosigkeit, Krankheit oder Wutausbrüchen.
Kleine Dinge, die viel bewirken
- regelmäßiger Schlaf und Mahlzeiten – auch einfache, aber zu festen Zeiten,
- jeden Tag ein Moment nur für sich: Spaziergang, Musik, ein Anruf bei einer Freundin,
- Bewegung, die Freude macht, auch wenn sie kurz ist,
- eigene Vorsorgeuntersuchungen und Arzttermine nicht verschieben,
- „Nein“ sagen zu Dingen, die warten können.
Um Hilfe bitten
Sie müssen nicht alles allein machen. Geschwister, weitere Verwandte, Nachbarn, Betreuungsdienste oder Verhinderungspflege können einen Teil der Aufgaben übernehmen. Eine konkrete Bitte („Kannst du Mama am Donnerstag zum Arzt fahren?“) wirkt besser als ein allgemeines „Ich bräuchte Hilfe“.
Warnzeichen
Ständige Müdigkeit, Reizbarkeit, häufiges Weinen, Freudlosigkeit bei Dingen, die früher Spaß gemacht haben, oder ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit sind ein Signal, mit einer Ärztin oder einem Psychologen zu sprechen. Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist die Voraussetzung dafür, sich weiterhin gut um den Elternteil kümmern zu können.



