Familien kennen meist die Kosten der Betreuung selbst, doch die übrigen Ausgaben kommen nach und nach dazu und sind schwer zu überblicken. Ein klarer Plan zeigt, wie lange das Geld reicht, und erlaubt eine faire Kostenteilung unter Geschwistern.
Was ins Budget gehört
- das Honorar der Betreuungskraft oder die Kosten der Agentur,
- Verpflegung für den Senior und die im Haus lebende Betreuungskraft,
- Medikamente, Verbandsmaterial, Hygieneartikel und Inkontinenzprodukte,
- Hilfsmittel: Pflegebett, Rollator, Haltegriffe – gekauft oder geliehen,
- Fahrten zu Arztterminen und Therapien,
- eine Reserve für Unvorhergesehenes.
Finanzierungsquellen
Einen Teil der Kosten kann die Rente decken, einen anderen die Familie. Es lohnt sich, bei der Pflegekasse oder einer Pflegeberatungsstelle nachzufragen, welche Leistungen in der jeweiligen Situation zustehen und ob Hilfsmittel ganz oder teilweise übernommen werden.
Transparenz in der Familie
Eine gemeinsame Tabelle mit Ausgaben und Belegen beugt Misstrauen und Streit vor. Gut ist es festzulegen, wer was bezahlt, wer einkauft und wie oft abgerechnet wird. Wenn der Elternteil es kann, sollte er in diese Gespräche einbezogen werden – es ist immer noch sein Leben und sein Geld.



