Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sind Senior und Familie oft unsicher: Was ist erlaubt, was sollte man meiden, was ist normal? Am wichtigsten sind die Empfehlungen des Hausarztes und des Kardiologen – die Betreuungskraft hilft, sie in den Alltag umzusetzen.
Worauf im Alltag zu achten ist
- Medikamente regelmäßig zu festen Zeiten einnehmen, ohne eigenmächtige Änderungen,
- Blutdruck und Puls messen, wenn der Arzt es empfohlen hat, und in einem Heft notieren,
- die Aktivität schrittweise steigern – kurze Spaziergänge statt schwerem Heben und Hektik,
- leicht verdauliche Kost mit weniger Salz,
- Kontrolltermine und gegebenenfalls kardiologische Reha.
Warnzeichen
Schmerzen oder Druck in der Brust, plötzliche Atemnot, kalter Schweiß, Herzrasen oder Ohnmacht erfordern sofort einen Notruf unter 112. Man sollte nicht warten, bis es „vorbeigeht“, und den Senior auch nicht selbst ins Krankenhaus fahren.
Gefühle nach dem Infarkt
Viele Menschen haben nach einem Herzinfarkt Angst vor jeder Anstrengung oder spielen die Krankheit im Gegenteil herunter. Ruhige Gespräche, gemeinsame Tagesplanung und die Nähe der Angehörigen helfen, Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Ist der Senior längere Zeit niedergeschlagen, sollte man es dem Arzt sagen.



