Nach einer Amputation, etwa infolge von Diabetes-Komplikationen oder Gefäßerkrankungen, kehrt der Senior mit neuen Einschränkungen und oft großer Traurigkeit nach Hause zurück. Die Betreuungskraft unterstützt ihn sowohl bei praktischen Tätigkeiten als auch beim Annehmen der Veränderung.
Tägliche Pflege
- den Stumpf nach Anweisung des Fachpersonals beobachten – Rötung, Schwellung oder Nässen dem Arzt oder der Pflegekraft melden,
- auf saubere und trockene Haut achten,
- bei den von der Physiotherapie empfohlenen Übungen helfen,
- auf eine bequeme Lagerung im Bett und im Rollstuhl achten,
- das andere Bein im Blick behalten – die Füße von Diabetikern brauchen besondere Sorgfalt.
Phantomschmerzen und Gefühle
Viele Menschen spüren Schmerzen oder Juckreiz in einem Körperteil, das nicht mehr da ist. Das ist eine reale Empfindung und keine Einbildung – sie sollte dem Arzt mitgeteilt werden. Ebenso wichtig sind die Gefühle: Trauer um die verlorene Beweglichkeit, Wut, Angst vor der Zukunft. Gespräche, Geduld und kleine Erfolge im Alltag helfen, das Gefühl von Kontrolle zurückzugewinnen.
Eine rollstuhlgerechte Wohnung
Ohne Schwellen, mit breiteren Durchgängen, Haltegriffen im Bad und einem Duschstuhl kann der Senior mehr selbst erledigen. Ist eine Prothese geplant, finden Rehabilitation und Gehtraining unter fachlicher Anleitung statt – die Betreuungskraft hilft, die Übungen regelmäßig durchzuführen.



