Wer im höheren Alter erblindet, lernt die Welt neu kennen. Am wichtigsten ist, dass die Wohnung berechenbar ist – jeder Gegenstand hat seinen Platz, und alle im Haushalt halten sich daran.
Feste Ordnung
- Möbel stehen immer an derselben Stelle, Stühle sind an den Tisch geschoben,
- Türen sind entweder ganz offen oder geschlossen – nie angelehnt,
- Alltagsgegenstände kommen an ihren Platz zurück,
- Läufer, Kabel und Gegenstände werden aus den Laufwegen entfernt,
- tastbare Markierungen (z. B. Klebepunkte) helfen, Tasten und Verpackungen zu unterscheiden.
Wie man führt und spricht
Beim Betreten eines Zimmers stellen wir uns immer vor und sagen Bescheid, wenn wir gehen. Beim Führen bieten wir dem Senior den Arm an – er fasst knapp über dem Ellbogen und geht einen halben Schritt hinter uns. Wir weisen auf Treppen, Schwellen und Türen hin. Bei Tisch kann man den Teller wie ein Zifferblatt beschreiben: „Kartoffeln auf sechs Uhr“.
Unterstützung durch Fachleute
Blinden- und Sehbehindertenverbände bieten Orientierungs- und Mobilitätstraining, Schulungen mit dem Langstock und Beratung zu Hilfsmitteln wie sprechenden Uhren oder Vorlesegeräten an. Nach solchen Angeboten kann man beim Augenarzt oder bei einer örtlichen Beratungsstelle fragen.



