Der Reflex nach einem Sturz ist, den Senior schnell vom Boden hochzuheben. Das kann jedoch eine Verletzung verschlimmern, und der Betreuungskraft droht eine Rückenverletzung. Wichtiger ist ruhiges Handeln Schritt für Schritt.
Zuerst einschätzen
- fragen, was passiert ist und ob etwas wehtut,
- prüfen, ob der Senior bei Bewusstsein ist und klar antwortet,
- nicht hochheben, wenn er über starke Schmerzen in Hüfte, Rücken oder Kopf klagt,
- bei Verdacht auf Bruch, Kopfverletzung oder Verwirrtheit den Notruf 112 wählen und den Senior mit einer Decke zudecken.
Aufstehen in Etappen
Ist der Senior unverletzt und fühlt sich kräftig genug, hilft man ihm zuerst, sich auf die Seite zu drehen, dann neben einem stabilen Stuhl hinzuknien. Die Hände auf die Sitzfläche gestützt, stellt der Senior einen Fuß auf, steht langsam auf und setzt sich dann auf den Stuhl. Die Betreuungskraft sichert ab, hebt aber nicht.
Nach jedem Sturz sollte man den Senior in den folgenden Stunden beobachten, Familie und Ärztin oder Arzt informieren und überlegen, was die Ursache war. Wiederholen sich Stürze, kann ein Notrufknopf hilfreich sein.



