Bei Senioren reagiert der Körper oft schwächer auf Infektionen. Eine Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion kann mit nur leichtem oder ganz ohne Fieber verlaufen, dafür mit Schwäche, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit oder plötzlicher Verwirrtheit.
Wie man vorgeht
- die Temperatur zu festen Zeiten messen und notieren,
- auf regelmäßiges Trinken in kleinen Mengen achten – Fieber trocknet schnell aus,
- leichte Kleidung und Decke, ein gut gelüftetes Zimmer,
- fiebersenkende Mittel nur nach Empfehlung von Arzt oder Apotheke geben und an die übrigen Medikamente denken,
- beobachten, ob der Senior Wasser lässt und ansprechbar ist.
Wann man den Arzt anruft
Ein Arztkontakt ist angezeigt, wenn das Fieber länger als einen oder zwei Tage anhält, wenn Husten, Schmerzen beim Wasserlassen oder Ausschlag hinzukommen oder wenn der Senior deutlich schwächer wird. Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten mit dem Arzt abgesprochen haben, wann sie sich melden.
Wann man 112 anruft
Plötzliche Verwirrtheit, schwere Erweckbarkeit, Atemnot, Brustschmerzen, Krämpfe, Nackensteifigkeit, sehr niedriger Blutdruck oder Bewusstlosigkeit sind Notfälle. Dann wartet man nicht auf Besserung, sondern wählt den Notruf 112.



