Ein Hüft- oder Handgelenkbruch nach einem Sturz auf Eis kann einem Senior für viele Wochen die Selbstständigkeit nehmen. Das heißt aber nicht, dass man im Winter zu Hause bleiben muss – gute Vorbereitung genügt.
Vor dem Hinausgehen
- den Wetterbericht prüfen – nach nächtlichem Frost lieber mittags hinausgehen,
- Schuhe mit dicker, flexibler Profilsohle wählen; Spikes zum Überziehen können helfen,
- den Gehstock mit einem Eiskralle-Aufsatz ausstatten,
- die Hände sollten frei sein – Einkäufe im Rucksack oder Einkaufstrolley,
- warme, aber bewegungsfreundliche Kleidung und eine Mütze.
Unterwegs
Mit kleinen Schritten gehen, leicht nach vorn gebeugt, den ganzen Fuß aufsetzen. Geräumte und gestreute Wege wählen, auch wenn sie länger sind. Vorsicht an Treppen, Bordsteinen und Ladeneingängen, wo es nass sein kann. Die Betreuungskraft geht daneben, bereit, den Arm zu reichen.
Nach einem Sturz
Stürzt der Senior trotz aller Vorsicht, hebt man ihn nicht hastig auf. Zuerst fragen, was weh tut, und prüfen, ob er Arme und Beine bewegen kann. Starke Hüftschmerzen, eine unnatürliche Beinstellung, eine Kopfverletzung oder die Unfähigkeit aufzustehen sind ein Grund, den Notruf 112 zu wählen.



