Blutarmut, also Anämie, bedeutet, dass das Blut weniger Sauerstoff transportiert, als der Körper braucht. Bei älteren Menschen ist sie häufig und kann viele Ursachen haben – von Mängeln in der Ernährung über chronische Krankheiten bis zu unbemerktem Blutverlust.
Anzeichen, auf die man achten sollte
- anhaltende Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tag,
- blasse Haut und Bindehaut,
- Kurzatmigkeit bei geringer Anstrengung, z. B. auf der Treppe,
- Schwindel, Kältegefühl, Herzklopfen,
- schlechtere Konzentration, Reizbarkeit.
Die Rolle der Betreuungskraft
Die Betreuungskraft sieht den Senior täglich und bemerkt oft als Erste, dass er „nachlässt“. Es lohnt sich, Beobachtungen aufzuschreiben und dem Arzt mitzuteilen. Für die Diagnose ist eine Blutuntersuchung nötig, und die Behandlung hängt von der Ursache ab – Eisen- oder Vitaminpräparate sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Worauf man besonders achten muss
Schwarzer, teerartiger Stuhl, Blut im Urin oder Stuhl, Erbrechen von Blut oder plötzliche starke Schwäche erfordern rasch ärztliche Hilfe. Bei Ohnmacht, Brustschmerzen oder starker Atemnot muss der Notruf 112 gewählt werden.



